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Brutaler Abstiegskampf

Ekstase, Ernüchterung und ein Endspiel für Energie

Großer Jubel im Stadion der Freundschaft. Nach dem frühen 1:0 von Jürgen Gjasula konnte die mehr als 12 000 Cottbuser Anhänger auf den vorzeitigen Klassenerhalt ihres FC Energie hoffen. FOTO: Christiane Weiland

Cottbus. Was für eine Dramatik im Abstiegskampf! Energie Cottbus rettet sich mit dem 2:1-Sieg gegen Aalen wieder über den Strich. Und trotzdem sind die Cottbuser die Verlierer des Spieltags. Nun müssen sie ihr Endspiel gewinnen.

Es hätte ein Torjubel für die Ewigkeit sein sollen – so laut war die gemeinschaftliche Ekstase am Samstag im Stadion der Freundschaft, als José-Junior Matuwila per Kopf den Ball zum 2:1 (77. Spielminute) für Energie Cottbus gegen den VfR Aalen über die Linie gedrückt hatte. 12 232 Zuschauer flippten komplett aus – abgesehen von den 40 Aalenern im Gästeblock.

Matuwilas Kopfball war der Siegtreffer in dem nervenaufreibenden Spiel gegen den nimmermüden Absteiger – und der Lohn für eine wahrhaftige Energie-Leistung in der zweiten Halbzeit. Die Gäste hatten die Cottbuser Führung durch Jürgen Gjasula (12.) per Foulelfmeter von Nicolas Sessa (31.) ausgeglichen und das Spiel lange offen gehalten, ehe der Cottbuser Verteidiger nach einer Fülle von FCE-Chancen den Ball mit viel Wucht am bärenstarken VfR-Keeper Daniel Bernhardt vorbeibrachte. Damit bugsierte er seinen Club vorerst wieder über den Strich der Abstiegszone in der 3. Fußball-Liga.

Auf die rot-weiße Ekstase folgte im Cottbuser Dauerregen allerdings schnell die Ernüchterung. Der Treffer, der sich kurz so anfühlte und anhörte wie der vorzeitige Klassenerhalt, reichte nicht. Die Ergebnisse von den anderen Plätzen bedeuteten: Energie hat am kommenden Samstag ein Endspiel in Braunschweig.

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