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Fußball

Energie braucht Geld für Neuzugänge

Streli Mamba (M.) liebäugelt mit einem Wechsel. Die Höhe der Ablöse schreckt jedoch viele Interessenten ab.FOTO: Steffen Beyer

Cottbus. Energie Cottbus steckt in der Klemme zwischen sportlicher Stabilität und wirtschaftlicher Konsolidierung in der 3. Liga. Verstärkungen für den Kampf um den Klassenerhalt sind wohl nicht finanzierbar.

Es wäre zweifellos reichlich übertrieben zu behaupten, dass der Abschied von Abwehr-Talent Malte Karbstein die Vorbereitung des FC Energie Cottbus auf die Partie bei 1860 München nachhaltig beeinträchtigt. Erstens, weil sich der Wechsel des 20-jährigen Karbstein zu Werder Bremen seit Tagen abgezeichnet hat. Und zweitens, weil der Youngster in der 3. Liga in dieser Saison noch nicht zum Einsatz kam. Auch an diesem Freitag im Aufsteigerduell in München (Beginn um 19 Uhr, LR-Liveticker) wäre Karbstein vermutlich nur Ersatzspieler gewesen.

Und doch sagt dieser Transfer eine Menge über die angespannte Lage beim FCE aus. Denn zwei Tage vor Transferschluss räumte Trainer Claus-Dieter Wollitz bei der Pressekonferenz am Mittwochmittag im Stadion der Freundschaft sämtliche Hoffnungen auf Ersatz für Karbstein sowie weitere Neuzugänge mit schmerzhafter Offenheit ab. „Stand jetzt ist der Verein nicht in der Lage, Spieler zu verpflichten“, erklärte Wollitz.

Dabei scheint der Verkauf von Malte Karbstein an Werder Bremen ein gutes Geschäft gewesen zu sein. Der seit 2011 in Cottbus ausgebildete Innenverteidiger hatte über seinen Berater signalisiert, dass er sein im Juni 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird; zumindest nicht zu Konditionen, die man bei Energie hätte verantworten können. Im kommenden Jahr wäre Karbstein mit großer Wahrscheinlichkeit also ablösefrei gegangen. Nach RUNDSCHAU-Informationen überweist Werder eine Summe im unteren sechsstelligen Bereich. In ähnlichen Größenordnungen bewegt sich die Ablöse des SC Freiburg für Kevin Schade (19). Außerdem hat Energie Cottbus mit dem Wechsel von Benjamin Förster zum Ober­ligisten VSG Altglienicke einen Topverdiener von der Gehaltsliste streichen können.

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