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Fußball

FC Energie: Erst Stillstand – dann Spektakel?

Energie-Kapitän Marc Stein und seine Teamkollegen protestieren am Samstag gemeinsam mit allen Drittligisten gegen den Reformstau beim DFB. FOTO: Steffen Beyer

Cottbus. Das Heimspiel von Energie Cottbus gegen KFC Uerdingen soll mit einem Nichtangriffspakt beginnen. Die Drittligisten protestieren. Das Publikum kann dafür aber auf eine bewegte Schlussphase hoffen.

So hat noch kein Spiel im Stadion der Freundschaft begonnen. Wenn Schiedsrichter Benjamin Cortus am Samstag um 14 Uhr die Partie von Energie Cottbus gegen den KFC Uerdingen anpfeift, wird der Ball nicht wie gewohnt rollen. Stattdessen sollen alle Spieler beider Teams für eine Minute die Füße stillhalten, wie der FCE am Freitag mitteilte. „Stillstehen gegen den Stillstand“ heißt die gemeinsame Aktion aller Drittligisten, die für dieses Wochenende jenen einminütigen Nichtangriffspakt beschlossen haben. Damit protestieren sie gegen die gescheiterte Regionalliga-Reform und fordern die schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern.

In diesem Jahr gibt es erstmals vier Drittliga-Absteiger. Das war ein Eingeständnis der Drittligisten, um auf die lange schwelende Diskussion um die umstrittenen Aufstiegsspiele der Regionalliga-Meister zu reagieren. Eine Arbeitsgruppe beim DFB, die aus derzeit fünf Regionalligen vier Staffeln machen sollte, um damit allen Meistern den direkten Aufstieg zu gewähren, hat sich jedoch aufgelöst. Der schwarze Peter wurde dabei den Regionalverbänden Nord, Nordost und Bayern zugeschoben, die aus ihren drei Staffeln zwei machen sollen.

Eine Einigung scheint nicht in Sicht – das geht zulasten der Drittligisten, die einhellig mitteilen: „Ohne uns rollt kein Ball und ohne uns kann die Zukunft der 3. Liga nicht gestaltet werden. Wir sagen hiermit: Stopp! So geht es nicht weiter.“

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