Fussball

Babelsberg fordert nach Energie-Revision Rücknahme der Strafe

Beim Regionalliga-Spiel zwischen dem SV Babelsberg und Energie Cottbus gab es im April 2017 Ausschreitungen. FOTO: Björn Draws / imago/Björn Draws

Babelsberg. Der Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 will wie Tabellenführer Energie Cottbus eine Revidierung des Urteils des NOFV-Verbandsgerichts zu den Vorfällen am 28. April 2017. Am Donnerstag war das Urteil gegen Energie - 5000 Euro Geldstrafe - aufgehoben worden. Die Strafe gegen Babelsberg - 7000 Euro Geldstrafe - hat dagegen weiter Bestand.

Der Babelsberger Vereinsvorstand schrieb am Freitag einen Offenen Brief an DFB-Präsidenten Reinhard Grindel und erhofft sich vom Dachverband Unterstützung. Der NOFV messe mit „zweierlei Maß“, hieß es in dem Schreiben des SV Babelsberg. Energie war im November wegen der Fan-Ausschreitungen beim Auswärtsspiel in Babelsberg zunächst verurteilt worden. Die mutmaßlichen Energie-Anhänger sollen bei den Tumulten Nazi-Parolen gegrölt haben. Sie stürmten den Platz. Babelsberg-Fans erwiderten nach Vereinsangaben die Hetz-Tiraden mit Sprechchören: „Nazi-Schweine raus“.

Das das eine Reaktion auf die Provokation der Energie-Anhänger darstellte, habe das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) bei seinem Schuldspruch nach Aussagen des Babelsberg-Sprechers Thoralf Höntze nicht berücksichtigt. Die Anhänger beider Teams zündeten zudem Pyrotechnik, wie Höntze bestätigte.

Energie war durch den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) in einem ersten Urteil mit einer Geldstrafe in Höhe von 16 000 Euro für den Platzsturm bestraft worden. In einem zweiten Verfahren hatte der NOFV den FCE dann wegen der rassistischen Vorfälle noch einmal zu einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt. Außerdem sollte der Club ein „Konzept zur Vermeidung von demokratiefeindlichen Verfehlungen“ erarbeiten. Gegen diese erneute Bestrafung hatte sich Energie gewehrt – mit Erfolg.

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