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Debakel für das junge FCE-Team

Energie: Gruselschocker im Kopfkino

Die Auerbacher Halb-Profis um Marcin Sieber (M.) jubelten über einen völlig unerwarteten 4:1-Sieg gegen desolate Cottbuser. FOTO: Steffen Beyer

Cottbus . Die junge Elf von Energie Cottbus offenbart beim 1:4 gegen den VfB Auerbach, wie wacklig sie ist. Kehrt nun der Brasilianer Marcelo zurück und bringt mehr Ruhe ins Team?

Düstere Mienen im Halbdunkel des Stadions der Freundschaft: Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz und seine Spieler versuchten irgendwie zu erklären, was bei diesem 1:4 (1:2) gegen Regionalliga-Kellerkind VfB Auerbach schiefgegangen war. Der FCE-Coach suchte keine Ausreden, sondern sagte: „Nach dem 1:2 haben wir nicht mehr stattgefunden. Wir hatten keine richtige Chance, keine richtige Aktion. Da haben unsere Spieler zum ersten Mal ihre Unbekümmertheit verloren, da ist das Kopfkino angegangen.“

Und in diesem Kopfkino lief im Lichtspieltheater der Freundschaft ein Gruselschocker, den einige FCE-Spieler wie der 17-jährige Tobias Eisenhuth ohne Begleitung ihrer Eltern vermutlich noch gar nicht sehen durften. Bei den Gegentoren von Marc-Philipp Zimmermann (10./88.), Alexander Morozow (31.) und Thomas Stock (73.) war aus Cottbuser Sicht allein der sehenswerte Treffer von Energie-Profi Berkan Taz zum zwischenzeitlichen 1:1 (20.) der einzige Disney-Moment dieses Freitagabends. Der Rest war Hitchcock, oder noch schlimmer.

Energie wurde gegen die wackeren Halb-Profis aus dem Vogtland, die mit Kapitän Marcel Schlosser und dem Ex-Cottbuser Zimmermann eigentlich nur zwei Spieler mit gehobenem Niveau in ihren Reihen hatten, von Minute zu Minute ängstlicher. Neuzugang Axel Borgmann berichtete: „Nach dem zweiten Tor haben wir keine Lösungen mehr gefunden, es war sicher auch eine Kopfsache.“ Jede Ballannahme wurde zum Zitterspiel, jeder Rückpass zum Horror. Spätestens, als Energie das dritte Gegentor kassiert hatte, wurde auch das zahlende Publikum ungeduldig.

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