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Energie Cottbus hat weiter große Finanzprobleme

Rettungsplan nach dem Retterspiel

WM-Held Mario Götze trat mit gebrochener Nase in Cottbus an. Das Fußballfest gegen den BVB war für Energie stimmungsvoll und lukrativ zugleich.FOTO: Steffen Beyer

Cottbus. Das Retterspiel gegen Borussia Dortmund ist für Energie der dritte Lottogewinn innerhalb eines Sommers. Doch Spielraum für Verstärkungen gibt es kaum, die finanzielle Lage macht Sorgen. Der Trainer hat einen Rettungsplan.

Es war ein Abend für das Lausitzer Fußballherz  – und für den Geldbeutel von Energie Cottbus. Knapp 19 000 Zuschauer hatten für den stimmungsvollen wie lukrativen Rahmen beim „Retterspiel“ zwischen dem FCE und Borussia Dortmund am Freitag gesorgt. Das lockere 5:0 des Champions-League-Teams war unterhaltsam – das Auftreten der Stars um Mario Götze und Mats Hummels sehr angenehm. „Deutscher Meister wird nur der BVB“ und „Ohne Kohle keine Energie“ hatten derweil die FCE-Fans gesungen. Damit vollführten sie den Schulterschluss zwischen den Clubs beider Kohlereviere und machten gleichzeitig deutlich, woran es bei Energie Cottbus derzeit hapert: Die Kohle fehlt.

Das ist bekannt, wenngleich auch etwas verwunderlich. Schließlich war das Spiel gegen Dortmund für den FCE so etwas wie ein Sechser im Lotto. Der BVB verzichtete auf alle Einnahmen und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke begründete: „Mir hat das einfach unfassbar leidgetan, als Energie mit 45 Punkten abgestiegen ist. Ich dachte: ,Das gibt es doch gar nicht, wegen eines blöden Tores steigst du ab.‘“ Er berichtete: „Ich habe ja seit den Zeiten von Uli Lepsch als Präsident noch einen guten Draht. Und da haben wir gesagt: ,Wir machen das.‘“

Der FCE nimmt eine beträchtliche Summe aus dieser Partie ein, und verbucht damit den dritten Lottogewinn in diesem Sommer: Das ausverkaufte DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern und das gelungene Benefizfestival von Sänger Alexander Knappe – dazu noch die bereits 8500 verkauften Tickets für das fiktive Spiel „gegen die fußballerische Bedeutungslosigkeit“ und die Einnahmen aus den Transfers von Avdo Spahic (Kaiserslautern) und Leon Schneider (Köln) sowie Maximilian Philipp (von Dortmund nach Moskau) als Zusatzzahlen – so viele Sondereinkünfte hatte wohl kaum ein Viertligist in letzter Zeit.

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