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Abseits des Spielfelds

Fünf Geschichten voller Energie

FOTO: Steffen Beyer

Cottbus. Mit dem 2:1 gegen den VfR Aalen machte der FC Energie Cottbus einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die RUNDSCHAU erzählt die Geschichte eines Spieltags aus fünf Perspektiven.

Der Heimsieg von Energie Cottbus am Samstag gegen den VfR Aalen war ein Nervenspiel. 12 232 Zuschauer zitterten im Stadion der Freundschaft mit dem FCE – darunter fünf Volontäre der Lausitzer Rundschau. Sie haben die vorentscheidende Partie aus völlig verschiedenen Perspektiven erlebt und erzählen nun ihre Geschichten. Die sind mal anrührend, mal packend und leider auch mal hässlich.

Die Nordwand: Ein Mix der Extreme

Erstmal die Beruhigungszigarette vor dem Spiel: „Ich bin so verdammt aufgeregt“, erklärt Eric Leßke und dann geht’s schon los. Zittern, schreien, Haare raufen. „Spielt dreckig, geht ran da, haut den um“, heißt es links und rechts. Bei vergebenen Chancen wird sich in den Armen gelegen, beim Tor das Bier geschmissen. Und zwischendurch fragt einer seinen Nebenmann: „Wie geht’s dem Kind?“ Es ist der Mix der Extreme, der die Nordwand ausmacht. Auf der einen Seite die Ultras, die unermüdlich ihr Team nach vorn peitschen. Ein paar Meter daneben jene, die sich vom Gesang nur selten mitreißen lassen. Mittendrin einer, der immer wieder rassistische Parolen ruft und den Arm zum Hitlergruß hebt – und vom Nebenmann sofort ermahnt wird. Es ist nur ein Einzelner, aber Fußball hat eben auch hässliche Facetten. Auf der Nordwand kann man leider alle erleben.

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