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Fußball

Energie Cottbus vergibt paradiesischen Matchball

Bereits nach fünf Minuten konnte Gastgeber Jena zum ersten Mal jubeln. Energie enttäuschte beim FC Carl Zeiss über weite Strecken. FOTO: Christiane Weiland

Jena. Die schwache Leistung von Energie Cottbus bei der 1:2-Pleite in Jena sorgt für Frust in der Lausitz. Nun kommt Kaiserslautern. Hat der FCE gegen die spielstarken Pfälzer bessere Chancen?

So nah dran war Energie Cottbus lange nicht: Mit einem Sieg im Jenaer Stadtteil Paradies hätte der FCE erstmals seit zehn Spieltagen aus der Abstiegshölle der 3. Liga klettern können.  Stattdessen aber hängen die Lausitzer nach der unerklärlich schwachen Leistung bei der 1:2-Niederlage bei Carl Zeiss Jena weiter auf Tabellenrang 18 fest. Energie-Profi Kevin Weidlich erklärte frustriert: „Wir haben einen Matchball vergeben.“

Dabei hatte sogar der Fußballgott dem FCE ziemlich deutlich zugeblinzelt und Carl Zeiss ein spektakuläres Tor geklaut. Der Fernschuss von Jenas Manfred Starke (37.), der von der Lattenunterkante hinter die Torlinie und dann wieder ins Feld zurückgesprungen war, hätte der Wendepunkt im Cottbuser Abstiegskampf sein können. Das Schiedsrichtergespann ließ trotz wilder Proteste der Thüringer die Partie weiterlaufen. Jens René Eckardt berichtete: „Man denkt dann: ,Da kannst du nichts machen, dann verlierst du halt solche Spiele.‘“

Energie hatte also den Gegner moralisch am Boden, den Fußballgott im Rücken – und die sich zeitgleich anbahnende Niederlage der Sportfreunde Lotte gegen Uerdingen ließ die Nichtabstiegszone immer näher rücken. Fast schon eine paradiesische Situation für den FCE. Was dann passierte, war jedoch unerklärlich. Energie beendete schlichtweg den Abstiegskampf und Trainer Claus-Dieter Wollitz befand ernüchtert: „Mit der Leistung der 2. Halbzeit hast du keinen Anspruch, zu gewinnen. Das war die schwächste Halbzeit in der bisherigen Rückrunde. Es hat in allen Bereichen gefehlt, Körpersprache, Laufbereitschaft, Zweikampfwerte.“

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