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Gedenken an Rechtsextremen

Oberbürgermeister sauer auf Energie Cottbus

FOTO: RBB / Screenshot

Cottbus. Die skandalöse Gedenkaktion an einen toten rechtsextremen Fan des Chemnitzer FC wirft auch ein schlechtes Licht auf den FC Energie Cottbus. Auch im Stadion der Freundschaft gab es ein Banner. Oberbürgermeister Holger Kelch ist sauer.

Die skandalöse Gedenkaktion an einen toten rechtsextremen Fan des Chemnitzer FC wirft auch ein schlechtes Licht auf den FC Energie Cottbus. Vor dem Spiel der Cottbuser am Samstag gegen Preußen Münster (3:0) war auch im Stadion der Freundschaft kurz ein Banner mit der Aufschrift „Ruhe in Frieden Tommy“ gezeigt worden. Damit war offenbar der Chemnitzer Thomas Haller gemeint, er galt als Mitbegründer einer rechtsextremen ehemaligen Organisation.

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) reagierte am Montag mit Unverständnis darauf. In einer Pressemitteilung erklärte er: „Ich hätte von den Vereinsgremien mehr Sensibilität und auch an dieser Stelle eine klare Haltung erwartet. Eine solche Aktion ist zu verurteilen. Sie ist Wasser auf die Mühlen der rechtsextremen Szene, aber auch derer, die unsere Stadt pauschal in die rechte Ecke stellen.“

Auch bei Energie Cottbus ist man nach den Vorkommnissen des Wochenendes verärgert, vor allem wohl über die eigenen Fehler. Sprecher Stefan Scharfenberg-Hecht berichtete: „Das Banner wurde mit der Aussage, einem an Krebs verstorbenen Fan aus Chemnitz die letzte Ehre erweisen zu wollen, kurzfristig vor dem Spiel angemeldet und in der Folge zugelassen. Den Verantwortlichen war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, um welche Person es sich hierbei handelte.“ Das Banner war nicht feuerfest, deswegen sei es aus Sicherheitsgründen nicht für die Nordwand sondern nur für den Innenraum genehmigt worden, hieß es.

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