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Wort zum Spieltag

Energie und die Rechten – nur nicht resignieren!

Jan Lehmann FOTO: LR / Sebastian Schubert

Cottbus. Das Banner im Cottbuser Stadion im Gedenken an einen verstorbenen Rechtsextremen beschäftigt weiter die Fußballfans. RUNDSCHAU-Reporter Jan Lehmann berichtet von einem Gespräch mit einem Potsdamer und den schwierigen Blick von außen.

Ein Anruf aus Potsdam, ein Leser will über „Energie Cottbus und die rechtsextremen Verwerfungen“ sprechen. Das Bild, was der FCE abgebe, sei fatal, so der ehemalige Lausitzer. Er wirft dem Verein, der Politik und den Menschen in der Lausitz vor, nicht genügend Haltung zu zeigen. Und er wisse, dass FCE-Sponsoren über ihr Engagement nachdenken, weil sie nicht in ein falsches Licht geraten wollen. Das Gespräch zeigt: Außerhalb der Lausitz ergibt sich ein vereinfachtes – und dadurch verzerrtes Bild. Das schwarze Banner, mit dem im Stadion der Freundschaft an einen verstorbenen Rechtsextremen gedacht worden ist, war republikweit sichtbar. Der Einsatz für mehr Toleranz und Vielfalt, den der FCE inzwischen bringt, wird aus der Ferne indes (noch) nicht erkannt. Ich bin mir letztlich mit dem Anrufer einig: Wir dürfen vor den Problemen unserer Zeit nicht resignieren. Und jeder, der gerade jetzt dem FCE den Rücken kehrt, macht noch mehr Platz für diejenigen, die den Club für ihre demokratiefeindlichen Zwecke instrumentalisieren.

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