ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Wollitz sprach die Fehler nach dem Schlusspfiff knallhart an. Wieder einmal. Wie schon oft in den zurückliegenden Wochen schonte er sein Team bei der Analyse nicht. „Man darf nicht zwei identische Gegentore bekommen. Das ist schülerhaft. Wir haben zu viele Spieler, die zu viele einfache Fehler machen“, monierte Wollitz. Für eine Mannschaft seien solche immer wiederkehrenden Rückschläge während eines Spiels „auf Dauer schwer zu verkraften. Deshalb habe ich die schlimmsten Befürchtungen, ohne dass ich jetzt aufgebe oder nicht mehr an den Klasserhalt glaube“.


Sage und schreibe bereits zum 13. Mal in einem Liga-Spiel lag der FCE mit 0:2 in Rückstand. Erstmals seit dem 12. Spieltag findet sich der Aufsteiger auf einem Abstiegsplatz wieder. Wollitz glaubt zwar weiter an den Klassenerhalt, „aber der Abstieg wird über die Heimspiele entschieden“. Und von deren zwölf hat Energie erst drei gewonnen. Seit dem 27. Oktober gab es keinen Sieg im Stadion der Freundschaft. Vier der fünf Heimpartien wurden verloren.

Daran konnten auch die vier Winterzugänge nichts ändern, die Wollitz auf Anhieb in die Startelf berufen hatte. Robert Müller (32) schloss die Lücke, die Marc Stein in der Innenverteidigung hinterlassen hat, konnte die beiden Gegentreffer aber genauso wenig verhindern wie Luke Hemmerich (21), der an seinem Geburtstag sein Drittliga-Debüt auf der Rechtsverteidigerposition feierte. Daniel Bohl (21) rückte für den über Nacht erkrankten Leon Schneider auf die Sechserposition, wo er sich als emsiger Kämpfer vorstellte. Und der Zweitliga und sogar Champions League erprobte Jürgen Gjasula (33) deutete im zentralen Mittelfeld seine Ballsicherheit und körperliche Präsenz an.

Nicht nur Wollitz („Man erkennt, dass die Neuen Bock auf das Projekt haben“) und Schlüter („Es hat phasenweise sehr gut funktioniert mit den Neuen“) hat das Quartett Mut gemacht für die kommenden Aufgaben. Auch der 36-jährige Rangelov, der wie Hemmerich Geburtstag feierte und mit einem abgefälschten Freistoß (78.) sein viertes Saisontor markierte, betont: „Wir haben gesehen, dass die neuen Jungs richtig Qualität haben. Ich habe schon viele Abstiegskämpfe mitgemacht in Cottbus, in der 1. und 2. Liga. Es war immer knapp, aber wir haben es immer geschafft. Ich glaube, wir werden es auch diesmal schaffen.“

Es müsste nur mal jemand seinen nächsten Sportschau-Pass veredeln und ein Tor daraus machen.

top