ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Attacke nach dem Energie-Spiel in Jena:

War der Angriff auf die FCE-Fans in Jena geplant?

Die Feindseligkeiten zwischen Anhängern aus Jena und Cottbus begannen schon vor dem Spiel und fanden bei der Abreise der Lausitzer ihren unrühmlichen Höhepunkt. FOTO: Eibner-Pressefoto / EIBNER/Christoph Worsch

Cottbus. Die unschönen Begleiterscheinungen rund um das Auswärtsspiel von Energie Cottbus bei Carl Zeiss Jena beschäftigen weiter die Polizei. Die Frage ist: War der Angriff auf die FCE-Fans nach Spielende geplant? Sogar FCE-Präsident Werner Fahle wurde vor der Partie bedroht.

Nach diesen Vorfällen rund um das Drittliga-Spiel kann man nicht zur Tagesordnung übergehen – jetzt geht die Arbeit bei der Thüringer Polizei erst richtig los. Eine Sprecherin der Landesinspektion Jena erklärte am Montag gegenüber der RUNDSCHAU: „Wir haben zwei szenekundige Beamte, deren Aufgabe es jetzt ist, die Vorgänge und die Täter zu ermitteln.“

Nach Spielende hatten etwa 20 Jenaer drei Kleinbusse aus Cottbus angriffen. Laut „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) ereignete sich der Angriff an einer Engstelle der Ausfahrtstraße. In den Büschen am Straßenrand sollen wohl weitere Jenaer Anhänger versteckt gewesen sein. Die Polizei bestätigte auf RUNDSCHAU-Nachfrage diese Darstellung. *

Das sieht danach aus, als sei dieser Angriff geplant gewesen. Laut „OTZ“ seien die Angreifer auf Fan-Materialien aus gewesen, die diese Busse transportiert haben sollen. Die Zaunfahne eines gegnerischen Clubs zu erobern, ist unter rivalisierenden Fangruppen ein großes Ziel. Laut „OTZ“ gaben die Cottbuser mit ihren Autos Vollgas, beschädigten dabei sogar ihre eigenen Fahrzeuge und verschwanden stadtauswärts. Die Polizei bestätigte, dass Wasserwerfer eingesetzt worden seien, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Später wurden beim Jenaer Fanprojekt Personalien festgestellt und Zeugenaussagen eingeholt.

top