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Im direkt benachbarten Block der Carl-Zeiss-Fans sorgte derweil eine große Choreografie für Empörung bei vielen Lausitzern. Dort wurden die Energie-Fans mit übergroßen Pappfiguren dargestellt und als Nazis, Schläger, Alkoholiker und Prostituierte diffamiert, die aus dem Stadion gejagt werden sollen. Darunter prangte der große Schriftzug: „Cottbus not welcome“. Carl-Zeiss-Sprecher Andreas Trautmann erklärte gegenüber der RUNDSCHAU, dass diese Fan-Choreografie angemeldet gewesen sei. Über den Inhalt habe der Verein allerdings nichts gewusst, es sei bei Carl Zeiss nicht üblich, den vorab zu ermitteln.

Die Atmosphäre blieb feindselig und drohte nach Spielende zu eskalieren. Etliche Männer aus dem Gästeblock waren über die Absperrung geklettert, die Polizei musste im Innenraum des Stadions eingreifen. Es gab wüste Beschimpfungen zwischen Cottbusern und den Jenaern, dabei gebärdeten sich beide Seiten wie wild. Dem Vernehmen nach soll es unter anderem „Juden Jena“-Rufe gegeben haben, das blieb bisher allerdings unbestätigt.

Außerhalb des Stadion wurde randaliert

Auch außerhalb des Stadions gab es weiter Probleme. Während der Abfahrt des Cottbuser Mannschaftsbusses folgten diesem laut Polizei auch drei Fahrzeuge mit Fans aus der Lausitz. Etwa 20 Anhänger der heimischen Mannschaft griffen diese Autos an und beschädigten zwei davon. Die Polizei musste die Lage klären und brachte dazu kurzzeitig den Wasserwerfer zum Einsatz. Da es sich bei den tätlichen Angriffen um einen Landfriedensbruch handelte, nahm die Polizei im Anschluss am Fanprojekt die Personalien der möglichen Beteiligten, aber auch von Zeugen auf.

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