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Cottbus

Hauptsache die Fans sind glücklich

René Schlodder kümmert sich unter anderem um die Versorgung an der Westtribüne. Wenn er nicht gerade am Stand steht und Bier und Essen verkauft schaut er wo gerade Not am Mann ist. FOTO: LR / Stephan Meyer

Cottbus. Wie erleben Energieanhänger die Spiele des FCE, die hinter den Kulissen arbeiten? René Ullrich und seine Kollegen von Schlodder Gastronomie sind für das Stadion-Catering verantwortlich.

Wirklich lange an ein und demselben Ort im Stadion der Freundschaft ist René Ullrich nicht anzutreffen. Ständig ist der 50-jährige Cottbuser unterwegs. In den Sitzreihen auf der Haupttribüne oder auf Nordwand sucht man ihn jedoch vergebens. Der Energie-Fan ist für Schlodder-Gastronomie tätig. Das Unternehmen ist für das Catering im Stadion der Freundschaft verantwortlich – angefangen bei Bier und Bratwurst bis zur Bewirtung der VIP-Gäste. Ulrich ist so etwas wie der „Mann für alle Fälle“, wie er selbst schmunzelnd über sich sagt. Er ist für Westtribüne samt VIP-Bereich und die Südwand zuständig. Wenn er nicht selber an seinem Stand Schnitzelbrötchen und Bier an die hungrigen und durstigen Stadiongäste verkauft, geht er dahin wo er gerade gebraucht wird. Wenn es Probleme gibt, klingelt sein Telefon. Ullrich ist zu Stelle, ganz egal, ob eine Kasse an einem Imbiss-Stand defekt ist, ein Zapfhahn nicht richtig will oder irgendwo Brezeln nicht mehr vorrätig sind. Seine Prognose zum Klassenerhalt vor dem letzten Heimspiel der Saison gegen Aalen: „Ich denke das wird sich alles erst mit dem letzten Spiel entscheiden“.

Das zweite Wohnzimmer

Seit 1995 ist Schlodder Gastronomie für die Verpflegung im Stadion der Freundschaft zuständig. Ullrich ist von Anfang an dabei. Die meisten Mitarbeiter des Unternehmens versichert Katja Schlodder, die den Betrieb zusammen mit ihrer Mutter führt, sind Energie Fans. Auch, wenn das Stadion an Spieltagen ihr Arbeitsplatz ist, „für viele ist das schon so etwas wie ihr zweites Wohnzimmer“, erklärt die Gastronomin. René Ullrich ist von Anfang an mit dabei. Für ihn und die meisten seiner Kollegen fängt ein Heimspieltag im Stadion schon weit vor dem Anpfiff der jeweiligen Partie an. „Die ersten Mitarbeiter kommen bereits um 5.30 Uhr“, sagt Katja Schlodder. Dann werden unter anderem die Brezeln gebacken. Auch die Köche für die VIP-Bewirtung sind dann schon da. Ab um 7 Uhr werden die unzähligen Brötchen vorbereitet, die am Spieltag über die Imbisstheke gehen.

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