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Fußball

Wollitz und seine Abschieds-Gedanken

Trainer Claus-Dieter Wollitz (r.) hat am Freitag eine sehr emotionale Pressekonferenz gegeben. FOTO: Steffen Beyer

Cottbus. Die Abschiedsgedanken von Claus-Dieter Wollitz werden am Sonntag im Stadion der Freundschaft das große Thema unter den Energie-Fans sein. Die RUNDSCHAU nennt Gründe, warum der Energie-Trainer so konkret wie noch nie über das Karriere-Ende spricht.

Die Vertragssituation: Energie hat zwar schon die Vertragsverlängerungen von Avdo Spahic, Andrej Startsev und Lasse Schlüter vermeldet. Von den absoluten Spitzenkräften wie Maximilian Zimmer, Fabio Viteritti, Kevin Weidlich oder Streli Mamba gibt es diese Zusage aber noch nicht. Ob Wollitz sich dazu durchringen kann, ein weiteres Viertliga-Jahr in Kauf zu nehmen, ist ebenfalls ungewiss. Der Trainer verdeutlicht: „Es ist mental eine Herausforderung. Wir machen das jetzt seit zwei Jahren. Das kostet nicht nur Kraft. Es kostet auch unfassbar viel Eigendisziplin und Eigenverantwortung.“ Auf die Frage, was mit seiner Vertragsverlängerung sei, wirkte Wollitz am Freitag resignierend: „Ich kann mit diesen Lügen, die um unseren Verein passieren, nicht mehr umgehen.“ Und dennoch muss dies nicht das absehbare Ende von Trainer Claus-Dieter Wollitz in Cottbus sein. Präsident Michael Wahlich erklärte auf RUNDSCHAU-Nachfrage: „Es jetzt nicht an der Zeit, eine Trainerdiskussion zu entfachen. Wir werden uns in Ruhe austauschen. Pele ist dabei die unangefochtene Nummer 1 – bei allen Emotionen, oder auch gerade deswegen. Seine Äußerungen sind verständlich, der Zeitpunkt ist suboptimal.“

Die sportliche Situation: Energie Cottbus eilt von Sieg zu Sieg – und kann trotzdem noch nicht durchschnaufen. Wollitz erklärte vor dem Heimspiel gegen Union Fürstenwalde (Sonntag, 13.30 Uhr/LR-Ticker): „Wir brauchen noch Punkte.“ Cottbus hat 22 Siege aus 27 Spielen. Trotzdem fokussiert sich auf die entscheidende Woche im Mai. Erst im Pokal-Finale gegen Babelsberg (21. Mai) sowie den Aufstiegsspielen zur 3. Liga (24./27. Mai) kann der FCE aus dieser überragenden Saison auch etwas Zählbares mitnehmen.

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