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Länderspiel gegen Peru

Debütant Schulz: Mildernde Umstände dank Siegtor

Nico Schulz traf zum 2:1 gegen Peru. Foto: Uli DeckFOTO: Uli Deck

Sinsheim. Wie ein Glücksritter sah Nico Schulz nicht aus. Die Gemütsverfassung des Siegtorschützen beim 2:1 gegen Peru schwankte so, wie die Leistung bei seiner Premieren-Vorstellung im Trikot der Fußball-Nationalmannschaft.

„Aufregend war es“, gestand er nach dem bis zur 85. Minute eher mäßigen Debüt. Das Urteil über Schulz war in seinem Heimstadion von 1899 Hoffenheim eigentlich schon gefällt. In dieser Verfassung ist auch er kein Kandidat für Joachim Löws Problemposition in der Abwehr hinten links. Dann kam dem gebürtigen Berliner für eine mildere Beurteilung aber das Glück zur Hilfe.

„Der Torwart kann ihn halten. Aber was soll ich sagen, ich freue mich mega“, beschrieb er seinen späten Siegtreffer. Auch seine maßgebliche Beteiligung am Gegentreffer fasste Schulz korrekt zusammen. „Ich kann das besser lösen. Das war ein bisschen ärgerlich“, sagte er über seinen missglückten Abwehrversuch gegen Jefferson Farfán und dem folgenden verlorenen Laufduell gegen Torschütze Luis Advíncula.

Schulz war schon vor der WM als mögliche Lösung für hinten links genannt worden. Er bekam von Löw aber keine Einladung für Russland. Nun reihte er sich als Vertreter des erholungsbedürftigen Kölners Jonas Hector als erster Debütant nach dem WM-Debakel in die unendlich lange Liste der Versuchsspieler in der Problemzone der Ära Löw ein.

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