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2016 als Warnung

Frankreichs „Terrier“ haben Schmerz nicht vergessen

Der Franzose Lucas Hernandez (l) und seine Teamkollegen können ihr Glück kaum fassen. Foto: Martin Meissner/APFOTO: Martin Meissner

St. Petersburg. Den starken Nachbarn Belgien haben die Franzosen gestoppt. Doch das Finale reicht ihnen nicht. Nach dem frustrierenden Ende der Heim-EM vor zwei Jahren soll diesmal auch der Pokal her. Denn zweimal Vize wäre dann doch eben fast nichts.

Sie feierten schon wie die Weltmeister - dabei sind sie sich selbst die beste Warnung. „Das wichtige Spiel kommt erst am Sonntag“, mahnte Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps nach dem Einzug ins WM-Finale: „Die Schmerzen von vor zwei Jahren haben wir noch nicht vergessen. Deshalb müssen wir alles dafür tun, dass es diesmal anders ausgeht.“

Unmittelbar nach dem 1:0 (0:0) gegen den kleinen Nachbarn Belgien war für Zweifel noch kein Platz gewesen. Starstürmer Antoine Griezmann weinte hemmungslos, Staatspräsident Emmanuel Macron riss beide Fäuste in die Luft, und auf den Champs-Élysées stieg eine große Jubelparty. Doch die böse Erinnerung an den verschenkten im EM-Titel im eigenen Land stoppte die Euphorie zumindest bei den Spielern und Deschamps, der mit einem Sieg im Endspiel in die Fußstapfen von Franz Beckenbauer treten kann, umgehend.

„2016 darf sich nicht wiederholen“, mahnte Mittelfeld-Stratege Paul Pogba: „Damals haben wir eine große Chance liegen lassen. Diese müssen wir unbedingt nutzen.“ Und auch Sieg-Torschütze Samuel Umtiti (51.) meinte vorsichtig: „Ich bin kein Glücksbringer. Schließlich haben wir mit mir das EM-Finale verloren.“

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