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Gimnasia y Esgrima

Jubel, Tränen, Rosenkranz: Maradona als Trainer umjubelt

Diego Maradona wird bei seinem neuen Club Gimnasia y Esgrima neuer Trainer gefeiert. Foto: Marcos Brindicci/AP FOTO: Marcos Brindicci

La Plata. Die Fans im Stadion von Gimnasia y Esgrima feierten, als ob sie den Meistertitel gewonnen hätten.

Dabei muss der argentinische Erstligist noch viele Punkte gewinnen, um den Abstieg zu verhindern. Der Jubel auf der mit 26.000 Menschen voll besetzten Tribüne galt am Sonntag dem neuen Coach, Diego Maradona. Der Ex-Weltmeister stellte sich als Hoffnungsträger mit einem offenen Training des Teams in La Plata vor, 60 Kilometer südlich von Buenos Aires.

„Ich konnte es nicht glauben, als ich dies alles sah“, sagte Maradona mit Tränen in den Augen zum euphorischen Empfang. Vier Fans stürmten zu Beginn des Trainings ins Spielfeld ein. Einer von ihnen schaffte es bis zu Maradona, küsste den 58-Jährigen und kniete sich ehrfürchtig vor ihm nieder, bevor er vom Sicherheitspersonal abgeführt wurde. Rund 2200 Menschen hatten sich in den letzten drei Tagen neu als Vereinsmitglieder eingetragen, um Tickets für die Heimspiele Gimnasias kaufen zu können.

Fußball-Legende Maradona ließ es sich nicht nehmen, in seiner etwas konfusen Redensart, Feinde und Freunde seiner Karriere zu identifizieren. Er sei nach der Niederlage der von ihm geführten Nationalelf Argentiniens gegen Deutschland im Viertelfinale der WM 2010 von dem damaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter und dem langjährigen argentinischen Verbandschef Julio Grondona als Trainer verbannt worden, sagte er der Presse auf dem Spielfeld. Deshalb stehe er erst jetzt wieder als Coach vor einem Verein seines Heimatlands, obwohl er seit vielen Jahren in Argentinien aktiv sein wollte.

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