Vor Derby gegen Gladbach

Köln glaubt an Wunder - Schumacher: „Werden alles versuchen“

Köln-Rückkehrer Simon Terodde (r.). Foto: Marius BeckerFOTO: Marius Becker

Köln. Fußballprofi Simon Terodde macht sich nichts vor. „Natürlich kann ich die Tabelle lesen - und ich bin Realist.“

Köln lebt den Glauben an das Fußball-Wunder. Ob Club-Führung, einstige Publikumslieblinge oder Vertreter Gottes - dem 1. FC Köln wird trotz einer desaströsen Hinrunde mit nur sechs Punkten zugetraut, doch den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga schaffen zu können.

„Natürlich! Wir werden alles versuchen, um dieses Wunder zu schaffen. Vor uns liegen 17 Endspiele, wir müssen sie alle einzeln angehen, ohne dauernd auf die Tabelle zu schauen. Die Spiele gegen Gladbach und in Hamburg sind gleich sehr wichtig“, sagte Vizepräsident Toni Schumacher in einem auf der Club-Homepage veröffentlichten Interview.

Wie der Europameister von 1980 hielten es vor dem schweren rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr) Ikone Lukas Podolski, Ex-Trainer Peter Stöger und Kardinal Rainer Maria Woelki. „Ich glaube daran, ich habe ein gutes Gefühl“, sagte Weltmeister Podolski. Ex-Trainer Stöger, unter dem der Club nach vier guten Jahren so abstürzte, setzt auf die Rückkehrer. Die Mannschaft werde sich „stabiler zeigen. Wenn sie es noch schafft, wäre das eine riesen Geschichte. Ich drücke dem FC die Daumen“, sagte der Österreicher. Und der Erzbischof setzt auf die Kraft des Glaubens. „Ich glaube daran, weil ich ein Mensch voller Hoffnung bin. Man darf für alles beten, auch für den Fußball-Gott“, wurde Woelki in der Tageszeitung „Express“ zitiert.

Die Hypothek wiegt nach der schlechtesten Hinrundenbilanz der FC-Historie schwer. Neuzugang Simon Terodde machte sich daher auch nichts vor. „Natürlich kann ich die Tabelle lesen - und ich bin Realist“, sagte der 29-Jährige, sagte aber auch: „Wir werden in der Rückrunde alles raushauen. Wir werden nichts verschenken.“

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