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Tennis

Heftige Debatte um BH und Catsuit

Bei den French Open spielte Serene Williams im Catsuit. Der wurde daraufhin beim Turnier in Paris verboten. FOTO: AFP / CHRISTOPHE SIMON

New York. Skurrile Verwarnung bei den US Open löst Diskussion um Gleichberechtigung im Tennis aus.

Wegen ihrer kuriosen Verwarnung wollte Alizé Cornet keine französische Revolution anzetteln und hakte den Vorfall schnell als Fehler eines überforderten Schiedsrichters ab. Ihrem Verbandspräsidenten hatte die französische Tennisspielerin in New York allerdings noch etwas Grundsätzliches mitzuteilen. Cornets kurzer Auftritt im Sport-BH bei den US Open hat eine neue Debatte um Gleichberechtigung im Sport nach sich gezogen.

Schauplatz New York: Dort zog sich Cornet am Dienstag während ihrer Erstrunden-Niederlage nach dem zweiten Satz um und bemerkte erst auf dem Platz, dass sie ihr frisches Tennis-Shirt falsch herum trug. Also zog sie es schnell aus und an, stand für einige Sekunden im Sport-BH auf dem Platz und kassierte zu ihrem Erstaunen dafür eine Verwarnung. Der US-Tennis-Verband bedauerte dies am Mittwoch. Alle Profis – männlich wie weiblich – dürften sich auf ihrem Stuhl umziehen.

Da hatte es schon reichlich Entrüstung und viel Solidarität für Cornet durch ehemalige und aktive Spielerinnen gegeben. „Das war ziemlich verrückt“, berichtete sie überrascht vom großen Echo auf das, was sie als Fehler eines Einzelnen sieht. „Alle Spielerinnen haben mich unterstützt und gesagt, wenn ich eine Strafe bekomme, werden wir gemeinsam zur WTA gehen und eine Revolution machen.“ Sie habe alle beruhigt: „Lasst uns erst die Informationen abwarten und schauen, ob wir einen Aufstand machen oder nicht.“

(dpa)
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