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Weißwasser legt Grundlagen im Wellblechpalast

Füchse trainieren im Meister-Aroma

Bitte recht freundlich: Ungefragt posieren die beiden Füchse-Neuzugänge Eric Mik (l.) und Ondrej Pozivil nach dem Training für einen Schnappschuss. FOTO: LR / Steven Wiesner

Berlin. In Berlin legt der Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser die Grundlagen für die neue Saison. Und die soll noch besser werden als die letzte.

Im altehrwürdigen Wellblechpalast zu Berlin hängt ein kleines Plakat. Die mittlerweile verstorbene, niederländische Fußball-Legende Johan Cruyff wird darauf sinngemäß zitiert: „Manche Trainer interessieren sich hauptsächlich für den eigenen Erfolg und ihre Reputation. Mein Interesse galt stets dem Verein. Wenn ein talentierter Spieler nicht verteidigen konnte, habe ich ihn in die Abwehr gesteckt, damit er es lernt, was uns einiges an Punkte gekostet hat. Aber ich habe mich nicht um die Punkte gesorgt, denn ich war damit beschäftigt, den Spieler weiterzuentwickeln.“

Eine Aussage, die auch von Corey Neilson hätte stammen können. Vor einem Jahr war der Kanadier ja neu zu den Lausitzer Füchsen gekommen und hatte bei seiner Ankunft gleich sein eigenes Credo mit vier neuen Regeln mitgebracht, die die Spieler gefälligst zu befolgen hatten. Insofern dürfte sich der strenge und prinzipientreue Füchse-Trainer dieser Tage durchaus wohlfühlen in der fremden Trainigsstätte in Berlin-Hohenschönhausen. Der Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser absolviert seit Montag ein Kurztrainingslager in der Hauptstadt.

Im legendären „Welli“, der bis 2008 die Spielstätte der Eisbären Berlin und somit auch Zeuge der ersten drei DEL-Meisterschaften (2005, 2006 und 2008) war, legen die Lausitzer Füchse nun also die Grundlagen für die bevorstehende Saison in der DEL2. Wo die Eisbären-Kapitäne vor mehr als zehn Jahren im Konfettiregen die DEL-Trophäe ihren Fans entgegenstreckten, studiert Corey Neilson nun Spielzüge und Varianten mit seinen Jungs ein. Noch immer weht hier ein gewisses Meister-Aroma vergangener Tage durch die Halle. Womöglich können die Füchse auch ein bisschen was davon aufsaugen. Denn die Rekordsaison 2018/19 mit phänomenalen 92 Hauptrunden-Punkten und einem bitteren Viertelfinal-K.o. in den Playoffs hat nur Lust gemacht auf mehr. Auch Geschäftsführer Dirk Rohrbach hatte kürzlich erklärt: „Mit diesem ­Kader muss unser Anspruch erneut mindestens Rang sechs sein.“

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