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Eishockey

Füchse hoffen auf den doppelten Franzreb

FOTO: Thomas Heide

Weißwasser. Eisbären-Leihgabe Maximilian Franzreb war ein wichtiger Rückhalt bei den Lausitzer Füchsen. Inzwischen scheint der Torhüter bereit zu sein für DEL-Einsätze in Berlin. Wird Franzreb trotzdem noch für Weißwasser spielen?

Es kommt nicht so oft vor, dass ein Eishockey-Torhüter für seine Paraden mit doppeltem Applaus – also aus beiden konkurrierenden Fan-Lagern – bedacht wird. Es sei denn, dieser Torhüter heißt Maximilian Franzreb. Beim Gastspiel der Eisbären Berlin bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser Mitte August gab es mehrmals diesen doppelten Applaus, wenn der Puck im Fanghandschuh des 22-jährigen Eisbären-Keepers verschwand. Kein Wunder: In den vergangenen beiden Jahren hatte Franzreb schließlich als Leihgabe vom Kooperationspartner Berlin mit seinen Paraden großen Anteil an den Siegen der Lausitzer Füchse. Wohin ihn diese Kooperation ja auch bringen soll, dort scheint er nun angekommen zu sein: im Tor der Eisbären Berlin.

Der gebürtige Bad Tölzer hat in den bisherigen Vorbereitungsspielen die Chance genutzt, die sich durch das Karriere-Ende des Finnen Petri Vehanen im Kasten der Eisbären aufgetan hat. Kürzlich bei einem Turnier im tschechischen Pardubice wurde Maximilian Franzreb nicht nur als bester Torhüter, sondern auch als wertvollster Spieler geehrt. Er bestritt drei Partien in drei Tagen und kassierte dabei gegen hochkarätige Konkurrenz nur vier Gegentore. Franzreb habe „den Unterschied ausgemacht“, lobte anschließend Eisbären-Trainer Clement Jodoin. Auch am vergangenen Champions-League-Wochenende kam er zum Einsatz.

Es stellt sich deshalb mittlerweile die Frage: Wird Franzreb in dieser Saison überhaupt noch für die Lausitzer Füchse im Tor stehen? Und wenn ja, wie oft? Auf den ersten Blick scheint das ziemlich ­unrealistisch zu sein. Zumal die Füchse ihren Kader wohl schon vorsorglich bereits in diese Richtung aufgestellt haben. Mit Konstantin Kessler, Neuzugang Olafr Schmidt und Niklas Zoschke stehen drei Keeper unter Vertrag. Eigentlich einer zu viel, sodass man Zoschke wohl öfter bei den Hamburg Crocodiles sehen wird. Mit dem Oberligisten unterhalten die Füchse ebenfalls eine Kooperation.

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