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Eishockey

Kraftwerk, Kamele und eine kleine Kritik

Thomas Götz kann sich nun ganz seinem Beruf als Elektriker widmen. FOTO: Joachim Rehle

Weißwasser. Mit Thomas Götz und André Mücke beenden zwei Urgesteine der Lausitzer Füchse aus Weißwasser ihre lange Eishockey-Laufbahn. Es sind zwei außergewöhnliche Karrieren, für deren positiven Abschluss beide am Schluss noch einmal an ihre Grenzen gehen mussten.

Es ist nicht so, dass sie jetzt Zeit im Überfluss haben. Im Gegenteil: Thomas Götz musste sich in dieser Woche um das Sportfest seines Sohnes kümmern. André Mücke, der eine Alpaka-Zucht betreibt, hat mit Manni derzeit einen ganz besonderen Gast zu betreuen. Denn Manni ist ein Hengst und soll für Nachwuchs auf der Wiese sorgen. Thomas Götz und André Mücke stecken eigentlich schon mittendrin in ihrem neuen Leben nach dem Eishockey. An diesem Samstag nehmen sie endgültig Abschied von der aktiven Karriere. Um 15.30 Uhr steigt das große Abschiedsspiel der beiden Weißwasseraner Urgesteine im Fuchsbau.

Es ist kein abruptes Karriere-­Ende, sondern ein Abschied mit einer gewissen Vorlaufzeit. Im Grunde genommen wussten beide, dass die Saison 2017/18 die letzte im ­Trikot der Lausitzer Füchse sein wird. Thomas Götz (33) wollte eigentlich schon im vergangenen Jahr die Schlittschuhe an den Nagel hängen, ließ sich dann aber doch noch ein letztes Mal überreden. „Ich habe schon seit Längerem gespürt, dass der Kopf sagt: ,Es reicht jetzt langsam mit dem Eishockey.‘ Es fiel mir immer schwerer, Woche für Woche bis an die Leistungsgrenze zu gehen. Und der Körper ist ja auch nicht mehr taufrisch“, erzählt ­Stürmer Thomas Götz. Seit 2005 war er als Eishockey-Profi aktiv.

André Mücke (35) hat seit 2003 seine Knochen in die Zwei­kämpfe geworfen. Zunächst als Stürmer, dann als Verteidiger. Auch bei ihm diktierte der Körper das Schlusswort. Im Frühjahr 2017 kassierte Mücke einen Stockschlag auf das Handgelenk. Im Prinzip spielte er deshalb die gesamte Saison 2017/18 mit Schmerzen. „Ich möchte meine Hand auch in zehn Jahren noch bewegen können. Deshalb haben mir die Ärzte dringend zum Karriere-­Ende geraten“, sagt Mücke.

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