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Gassigehen

Der innere Schweinehund als Trainingspartner

Schlemmer-Genuss oder schlechtes Gewissen? Mit der richtigen Motivation und ein wenig Selbstdisziplin, wird aus dem Kampf mit dem inneren Schweinehund ein produktives Training.FOTO: UfaBizPhoto/shutterstock.com

Cottbus. Sind Sie den Vorsätzen vom Jahresanfang noch treu? Sportpsychologe Vincent Rödel erklärt, warum die Akzeptanz der eigenen Schwäche nützlich sein kann.

Lange halten sie nicht an – die guten Neujahrsvorsätze, die man beim Klimpern der Sektgläser am Silvesterabend hochmotiviert gefasst hat. Zu den Klassikern der Veränderungswünsche gehören das Abnehmen oder die Verbesserung der allgemeinen Fitness. Auch in Cottbus haben bereits in der ersten Januarwoche viele Lausitzer die hiesigen Fitnessstudios gestürmt. So auch das Fitnessloft in Sandow. „Viele Leute betrachten den Jahresanfang als einen Neustart. Sie haben aber oftmals eine völlig falsche Vorstellungen dessen, was man innerhalb einer bestimmten Zeit erreichen kann“, sagt Clubmanager Oliver Brunsch.

Ungeduld ist kein guter Trainingspartner. „Einige Studiobesucher nehmen sich zu Beginn des Jahres vor, bis zu fünf mal ins Fitnesstudio zu gehen und merken dann aber, dass das mit dem Alltag kaum vereinbar ist“, sagt der Fitnesstrainer. Das ist auch der Grund dafür, dass der Ehrgeiz schnell wieder schwindet und die meisten Neujahrsvorsätze Mitte März schon wieder vergessen sind.

Dieser Effekt ist allerdings nicht ungewöhnlich, weiß auch Sportpsychologe Vincent Rödel. „Wer fitter werden möchte, versucht in erster Linie ein festgefahrenes Verhaltensmuster zu verändern – und das dauert natürlich“, sagt er. Vergleichbar sei dieser Prozess mit einem Softwareupdate bei einem Computer: „Das dauert auch länger und ist nur dann erfolgreich, wenn man es bis zum Schluss durchhält“, so der Sportpsychologe. Entscheidend sei, dass man sich seiner Verhaltensweisen erst einmal bewusst werde. Menschliches Verhalten wird im Laufe des Lebens erlernt und sorgt für eine gewisse Kontinuität im Leben. Der Kopf sagt beispielsweise: ‚Die Couch ist bequemer als der anstrengende Sport, dann lasse ich den Sport doch lieber sein’.

(the)
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