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Seit dem Karriereende von René Enders (Erfurt) hat Deutschland den Anschluss zur internationalen Spitze verloren. Robert Förstemann (Berlin) konnte das vereinzelt kaschieren, fährt jetzt aber Tandem im Paracycling. Und den jungen Sportlern wie Timo Bichler (Dudenhofen) und Nik Schröter (Cottbus) fehlen absolute Spitzenzeiten ebenso wie Konstanz. Zusätzlich befördert wurden ­Englers Überlegungen durch eine Personalie am Olympiastützpunkt in Cottbus. Seit dem 1. Juni arbeitet Bill Huck hauptamtlich als Sichtungstrainer für den BMX-Bereich. Der 54-Jährige, 1989 und 1990 Amateur-Weltmeister im Sprint, hat aber vor allem einen Ruf als exzellenter Bahn-Trainer. Zuletzt führte Huck die holländischen Sprinter an die absolute Spitze, unter seiner Führung holte die Niederlande bei der EM 2017 in Berlin und der Heim-WM 2018 in Apeldoorn zahlreiche Medaillen, ehe es im Herbst 2018 nach internen Querelen zur Trennung kam.

„Ich kenne Bill schon einige Jahre und bin einfach auf ihn zugegangen“, berichtet Engler, der zuletzt der Gruppe von Eyk Pokorny angehörte, sein Training aber vor allem nach Plänen von Vater Dirk Engler gestaltete. „2017 und 2018 bin ich sehr auf Verschleiß gefahren. Wir haben es verpasst, die Grundlagen neu zu legen“, berichtet Engler. ­Unter Huck sollen Kraft- und Bahn­training sowie den Erholungsphasen besser ausbalanciert werden. „Die Idee, sich auf die Anfahrerposition zu konzentrieren, gab es schon vor der WM 2019. Da war es aber eher eine Hau-Ruck-Aktion und hat nicht so funktioniert – jetzt sind wir auf dem richtigen Weg“, ist Engler überzeugt.

Die klare Aufgabenteilung war für Huck, für den die Betreuung Englers neben seiner Arbeit im BMX ­„Hobby“ ist, Voraussetzung. „Es wird gemacht, wie ich es für richtig halte“, sagt der Neu-Cottbuser. ­Neben einer Umstellung des Krafttrainings – mehr Qualität statt Quantität – sind vor allem die technischen Fähigkeiten beim Verlassen der Startmaschine die größten Herausforderungen. „Mit dem ersten Tritt kann man sehr viel gewinnen – aber auch verlieren“, erklärt Engler. Beim 29. Großen Preis von Deutschland am Freitag und Samstag wird der Cottbuser mit dem Track-Team Brandenburg auf der Position eins im Teamsprint fahren: . „Es ist jetzt wichtig, Wettkampfpraxis zu sammeln.“

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