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Cottbuser Ruderin startet ab Sonntag im Doppelvierer

Daniela Schultze greift nach einer WM-Medaille

Daniela Schultze aus Cottbus fährt mit dem Doppelvierer der Damen um eine WM-Medaille. FOTO: EIBNER/Public Address

Cottbus . Daniela Schultze aus Cottbus startet ab Sonntag bei der Ruder-WM in Österreich – dort will sich die 28-Jährige den nächsten Karrierewunsch erfüllen.

Wenn es ernst wird auf den Rennstrecken dieser Welt und darum geht, Edelmetalle für den Deutschen Ruderverband (DRV) zu gewinnen, dann ist Daniela Schultze so gut wie nie zuhause. Im Laufe einer Saison kann die Ruderin aus Cottbus schon mal mehrere Wochen am Stück unterwegs sein. „Oft komme ich nur zum Wäschewaschen zurück und dann geht‘s auch schon wieder weiter“, sagt die 28-Jährige. „Man könnte sogar sagen, dass ich ein Dreivierteljahr umsonst Miete zahle.“ Insofern ist es fast schon erstaunlich, dass ihre Nachbarn nicht schon mal die eine oder andere Vermisstenanzeige aufgegeben haben.

Doch so sieht das Leben einer Profi-­Ruderin nun mal aus. Und dieses geschäftige Leben hat sich Daniela Schultze selbst ausgesucht. Im Jahr 1999 fing sie mit dem Rudern an beim Cottbuser Rudersportverein (CRSV), wo Papa Sven noch immer Trainer ist. Bis 2006 besuchte sie die Lausitzer Sportschule, wo sie sich parallel auch noch als Leichtathletin versuchte. Dann zog sie als Teenagerin zum Bundesstützpunkt nach Potsdam, wo sie bis heute zuhause und in der Sportfördergruppe der Bundespolizei gelistet ist.

Mittlerweile ist aus dem kleinen Mädchen, das sich einst beim CRSV am Skullen versuchte, eine Ruderin geworden, die zu Deutschlands Elite gehört und ab Sonntag bei der Ruder-WM in Österreich mit dem Doppelvierer zu den Mitfavoriten zählt.

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