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Der Cottbuser erzählt über sein Tour-Abenteuer

Erst Panik, dann Freude bei Roger Kluge

Roger Kluge (r.) genoss am Sonntagabend die Ankunft auf der Champs Elyssee. FOTO: dpa / Yorick Jansens

Cottbus/Paris. Roger Kluge von Endspurt Cottbus hat zum zweiten Mal die Tour de France beendet - kurz vor Schluss kam allerdings Panik auf. Am Ende freut er sich jedoch über die Erfolge mit seinem Team Lotto Soudal.

Der letzte Tag der 106. Tour de France war für Radprofi Roger Kluge und seine Kollegen noch einmal sehr lang, intensiv, aber auch erfolgreich. Die Schluss­etappe über 128 Kilometer von Rambouillet nach Paris gewann – auch dank der Unterstützung von Kluge – der Australier Caleb Ewan vor dem ­Niederländer Dylan Groenewegen und dem Italiener Niccolo Bonifazio.

Zwar ging es am Sonntag nicht mehr die steilen Rampen in den ­Alpen hinauf, dafür standen für den gebürtigen Eisenhüttenstädter und die verbliebenen 155 Fahrer im Peleton vor der letzten Etappe erst einmal Reisestrapazen auf dem Programm. Mit dem Bus ging es zwei Stunden zum Flughafen Chambéry-Savoie, dann 70 Minuten per Flieger nach Paris, von dort wieder reichlich eine Stunde lang mit dem Bus zum Startort Rambouillet, wo Kluge und Co. am frühen Sonntagabend die letzten 127 Kilometer vor dem Finish auf der Champs Elyssee in Angriff nahmen.

„Man sieht es mir gerade nicht an, aber ich bin echt froh, dabei zu sein“, sagte Kluge auf der Busfahrt. Nach einer starken Frankreich-Rundfahrt war es ausgerechnet auf dem verkürzten vorletzten Teilstück am Samstag hinauf nach Val Thorens für den 33-Jährigen knapp geworden. Noch hinter dem Gruppetto erreichte er kurz vor dem Zeitlimit das Ziel auf fast 2400 Metern Höhe. „Es war echt knapp. Ich bin als Letzter gefahren, da hatte ich schon ein bisschen Panik. Die letzten 300 Meter hat mir André Greipel geholfen. Auf den letzten Metern hatte ich dann eine Riesenerleichterung und Freude, dass ich es irgendwie geschafft habe“, erklärte Kluge mit ruhiger Stimme.

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