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500. Rennen der Geschichte

DTM-Jubiläum auf dem Lausitzring: Sekt statt Sintflut

Zuletzt gab es in Brands Hatch einen Dreifach-Sieg der Audi-Piloten René Rast (l.), Nico Müller (r.) und Robin Frijns. FOTO: Hoch Zwei / Juergen Tap / Juergen Tap

Klettwitz. Am Lausitzring wird am Wochenende das 500. DTM-Rennen gestartet. Ausgerechnet eine Klettwitzer Sintflut beschert der Rennstrecke jetzt diese Jubiläumsfeier. In der Fahrerwertung beginnt derweil der Titel-Endspurt.

Es war der 3. September 2000, da pfiffen sich die Motorsport-Fans auf dem Lausitzring unter ihren Regenschirmen den Frust von der Seele. Erstmals sollte die DTM auf der neuen Rennstrecke starten, doch beide geplanten Rennen wurden wegen sintflutartiger Regenfälle abgesagt. Ex-Formel-1-Pilot Jochen Mass erklärte damals als ZDF-Kommentator das Dilemma: „Die Strecke ist noch neu, da steht das Wasser zu lange und kann nicht ablaufen. Die Oberfläche ist zu glatt, die Reifen haben überhaupt keinen Abtrieb.“ Opel-Chef Volker Strycek gab zu Protokoll: „Unter derartigen Voraussetzungen wäre ein Start fast lebensgefährlich. Das ist kein Regen, es schüttet, sowas habe ich noch nie zuvor erlebt.“

Es war ein Novum in der DTM, dass ein Rennen komplett abgesagt werden musste – und genau dieses Novum beschert dem Lausitzring nun 19 Jahre später einen Feiertag. Denn wenn es diese beiden Rennen damals gegeben hätte, so hätte die Serie bereits vor zwei Wochen in Brands Hatch ihr 500. Rennen erlebt. So aber wird am Lausitzring das Jubiläum gefeiert.

Eine Genugtuung für die Motorsportfans im Osten – in den vergangenen 19 Jahren hat sich der Lausitzring laut DTM-Werbung zum „modernsten Traditionskurs“ entwickelt. Und so darf in der Lausitz gefeiert werden, wenn am Sonntag das Rennen um den Jubiläums-Sekt ansteht. Enttäuschte Pfiffe sind nicht zu erwarten: Es wird ein sonniges Wochenende angekündigt – eine Sintflut ist nicht in Sicht.

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