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„Kleine Revolution“

Das neue Fußball-Europa dominiert die Welt

Luka Modric könnte Kroatien erstmals zum WM-Titel führenFOTO: dpa / Rebecca Blackwell

Moskau . Europa kürt den Weltmeister. Zum fünften Mal wird das Halbfinale bei einer WM als bessere EM ausgespielt. Dabei drängen neue Vertreter auf die große Bühne. Der Rest der Welt klagt über ein Ungleichgewicht.

Dieses europäische WM-Endspiel wird eine Premiere. Egal, wer sich in den Halbfinals Frankreich gegen Belgien und England gegen Kroatien durchsetzt - das Duell gab es als großen Höhepunkt um den Titel nie zuvor. Nach dem Aus der Titelkandidaten von Deutschland über Brasilien und Argentinien bis Spanien bei der WM der Überraschungen in Russland müssen die langjährigen Großmächte nun aufpassen, dass der Triumph des neuen Fußball-Europas nicht zu einer Zeitenwende führt.

„Wer immer die Favoriten auf den Sieg waren, die großen Teams, sie sind zuhause“, sagte Kroatiens Trainer Zlatko Dalic über die Konstellation bei dieser WM. „Die Teams, die hart arbeiten, die kompakt sind, die vereint und gut organisiert sind, die sind noch hier in Russland. Und das ist der Charakter der vier verbliebenen Mannschaften.“

Frankreich ist als Weltmeister von 1998 noch der etablierteste der vier Semifinalisten, musste aber auch seit 2006 auf den Einzug unter die Top Vier der Welt warten. Für England ist es der erste Sprung in die Vorschlussrunde seit 28 Jahren. Belgien (1986) und Kroatien (1998) schafften dies überhaupt erst einmal - und wollen sich als neunte Nation erstmals zum Weltmeister krönen.

(dpa/bob)
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