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Sport

Stillstand in der deutschen Torfabrik

Thomas Müller hat bereits zehn WM-Tore erzielt. Doch beim Turnier in Russland agierte er zum Auftakt ohne Durchschlagskraft. Er sagt: „Das ist die Crux, das man Leichtigkeit nicht trainieren kann.“ FOTO: dpa / Federico Gambarini

Sotschi . In fünf Länderspielen 2018 glückten dem Weltmeister magere vier Treffer. Die Offensivqualität sei weiter vorhanden, betont Manager Bierhoff. WM-Torgarant Müller verrät, worauf es gegen Schweden ankommt.

Joachim Löw konnte nicht widerstehen. Der Bundestrainer schoss beim Training der Nationalmannschaft in der prallen Sonne den Ball als Erster ins Tor. Seine Angreifer absolvierten da noch ein Aufwärmprogramm. WM-Rekordtorjäger und Offensivcoach Miroslav Klose bereitete Trainingsübungen vor. Begleitet wurde die erste Einheit in Sotschi am Mittwoch von der großen Frage, wer bei der WM in Russland die Tore für das deutsche Ensemble schießen soll. Denn gegen Schweden ist ein Sieg Pflicht.

„Die Offensivspieler, egal wie sie heißen, haben alle Qualitäten“, sagte der bisherige WM-Torgarant Thomas Müller. „Wenn die Offensivspieler ihre Aufgaben mit Tiefgang und mit verschiedener Staffelung erfüllen, Kombinationsfreudigkeit haben und mit Aggressivität in die Box gehen, ist jeder in der Lage, Tore zu schießen und Tore vorzubereiten.“ Müller traf 2010 in Südafrika fünfmal, ebensoviele Tore steuerte er beim WM-Triumph 2014 bei.

Der zum Start gesetzte Timo Werner und Einwechselspieler Mario Gomez sind in vorderster Front für die Aufgabe auserkoren. Dahinter strahlt eine Mittelfeldriege um den früheren WM-Torschützenkönig Müller und Debütant Marco Reus für gewöhnlich ebenfalls viel Torgefahr aus. Die Ladehemmung aus dem Mexiko-Spiel muss schnell ein Ende haben. „Wer das macht, wird danach auch gut wegkommen“, sagte Müller und fügte nach einer Pause an: „Und vor allem hat die Mannschaft dann gewonnen.“

(dpa)
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