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Meine WM

Pflichtbewusst bis zum Finale

Oliver Haustein-TeßmerFOTO: LR / Sebastian Schubert

Cottbus. Die Russen sind raus – aber sie haben gekämpft. Auch England hat es kapiert und steht im WM-Halbfinale. Nur bei Deutschland fehlt diese Haltung, und selbst der RUNDSCHAU-WM-Kolumnist ist nachlässig geworden. Aber er weiß, was jetzt zu tun ist.

Bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft habe ich persönlich verloren. Aber dazu später mehr, Sportwetten sind schließlich Nebensache. Das Wichtige: Es gibt ein europäisches WM-Finale am 15. Juli in Moskau. Ohne Russland allerdings. Das tut mir leid. Anders als als der deutsche Titelverteidiger hat die Nationalmannschaft des Gastgebers nämlich vorbildlich gekämpft. Das Aus im Viertelfinale nach dem Elfmeterschießen gegen Kroatien ist keine Schande.

Lustig, dass der russische Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow seine Truppe als „Wehrpflichtige“ tituliert hat, die sich jetzt so fühlten, als seien sie „zu früh abgezogen“ worden. In Deutschland sind Wehrpflicht und Zivildienst lange abgeschafft. Ob das eine gute Idee war? Das Dienstgefühl der Fußballprofis im DFB-Trikot war zuletzt jedenfalls eher schwach ausgeprägt. An Özil allein lag‘s nicht!

Ich freue mich nun auf die Halbfinals Frankreich gegen Belgien und England gegen Kroatien! Wobei ich hoffe, dass sich England bis ins Finale durchbeißt. Bei Franzosen und Belgiern ist mir das gleich – beide hätten es verdient zu gewinnen.

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