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Radsport

„Gigantisch“: Kämna sorgt bei Tour-Premiere für Schlagzeilen

2019: Lennard Kämna strampelt für Team Sunweb die Berge hoch bei seiner ersten Tour de France – am liebsten, wenn es regnet. FOTO: Augenklick / Roth/Augenklick

Cottbus/Foix. Der frühere Cottbuser Lennard Kämna fährt bei seiner ersten Tour de France in starker Form. Der jüngste Deutsche im Fahrerfeld ist nach 15 Etappen zweitbester Deutscher im Gesamtklassement.

Als es so richtig nass und ungemütlich wurde und der Großteil des Feldes im Platzregen absoff, wurden seine Waden immer kräftiger: Lennard Kämna. Der 22-Jährige und damit jüngste Deutsche im Fahrerfeld der 106. Tour de France hat spätestens bei der Pyrenäen-Etappe am Sonntag seine Visitenkarte abgegeben beim größten Radrennen der Welt. Im Unwetter von Foix fuhr der ehemalige Eleve der Lausitzer Sportschule auf Rang sechs – und hochdekorierten Tour-Größen wie dem Gesamtsieger von 2018 Geraint Thomas davon.

„Der Regen war wunderbar. Für mich ist das perfekt als Norddeutscher, ich mag so ein Wetter“, grinste der gebürtige Schleswig-Holsteiner unmittelbar nach der Zielankunft ins ARD-Mikrofon. „Wären 35 Grad gewesen, hätte ich wahrscheinlich nicht Sechster werden können.“ Sein Auftritt im Fritz-Walter-Wetter war nahezu ritterlich. Auch Ex-Profi und Tour-Experte Fabian Wegmann adelte Kämna danach: „Was er da abgeliefert hat, war gigantisch.“

Der Trip nach Foix war die bisherige Sternstunde einer sowieso schon bemerkenswerten Rundfahrt für Kämna. „Lennard ist einer, der für seinen Captain arbeiten kann, aber auch in der Lage ist, in eine Fluchtgruppe zu gehen und selbst vorne weg zu fahren“, sagte mit Rainer Gatzke sein früherer Trainer beim RSC Cottbus kürzlich in einem Interview mit dem „Weser-Kurier“.

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