ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Und genau das tat Kämna am Sonntag. Er attackierte in einer Ausreißergruppe und mischte so das Feld auf. „Es war mir erlaubt, vorne mitzufahren. Ich hatte die freie Karte vom Team bekommen“, erklärte der coole Blondschopf, der mit Nikias Arndt (von 2010 bis 2012 beim LKT Team Brandenburg) noch einen zweiten Fahrer mit Cottbuser Vergangenheit im Sunweb-Stall an seiner Seite weiß. Vor der 16. Etappe am Dienstag in Nimes liegt Lennard Kämna im Gesamtklassement auf Rang 54. Eine Stunde und 18 Minuten hinter Julian Alaphilippe und dem Gelben Trikot. Als zweitbester Deutscher hinter Emanuel Buchmann (6.). Und das alles bei seiner ersten Tour de France überhaupt.

Für ihn selbst sind „die Platzierungen total unwichtig“, sagt Kämna, der mittlerweile in Bremen lebt, dem „Weser-Kurier“. „Ich tue immer alles dafür, dass unser Siegkandidat die möglichst beste Ausgangsposition bekommt. Sobald ich damit fertig bin, gehe ich raus, rolle die letzten anderthalb Kilometer aus und komme entspannt ins Ziel, um am nächsten Tag frisch zu sein.“ Nicht wenige sehen aber auch in Kämna selbst bald mehr als einen bloßen Wasserträger. „Er ist ein schmächtiger Kerl, der gut Zeitfahren und die Berge hochfahren kann“, sagt Fabian Wegmann. „Er bringt alles mit für einen guten Rundfahrer.“

2014: RSC-Geschäftsführer Axel Viertler (v.l.), Präsident Bernd Kühner und Trainer Rainer Gatzke (r.) verabschieden Lennard Kämna. FOTO: Michael Helbig/mih1
top