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Talent des RSC Cottbus ist nun Radprofi

Kämna: Über Cottbus zur Tour de France

Lennard Kämna wurde an der Lausitzer Sportschule ausgebildet. Von 2011 bis 2014 startete er für den RSC Cottbus. FOTO: Augenklick / Roth/Augenklick

Colmar. Der ehemalige Cottbuser Lennard Kämna ist der jüngste Deutsche im Feld der 106. Tour de France und mit Rundfahrttalent gesegnet. Nach dem schwierigen Jahr 2018 träumt er nun sogar von einem Etappensieg.

Der Ex-Cottbuser Lennard Kämna hat schon erlebt, dass bei der Tour de France kleine Gesten manchmal einen großen Unterschied machen. Ein Foto oder ein Autogramm, mehr braucht es nicht, um für strahlende Kinderaugen zu sorgen. Kämna liebt auch solche Erlebnisse bei seinem Tour-Debüt, er will „alles aufsaugen, was drumherum passiert, ein paar schöne Erfahrungen machen“, sagt er: „Ich genieße jeden Moment. Mit meinen Leistungen bin ich bisher sehr zufrieden.“

Für den 22-Jährigen ist der erste Start bei der Frankreich-Rundfahrt der vorläufige Höhepunkt einer Karriere, die mit vielen Vorschusslorbeeren begonnen hatte und ihm doch schon einige harte Prüfungen abverlangte. „In meinem ersten Jahr war überall eine gewisse Erwartungshaltung, aber ich war im Kopf noch nicht bereit für das ­Profibusiness“, erinnert sich der Norddeutsche.

Damals sah die Branche in ihm schon den möglichen deutschen Rundfahrer der Zukunft, seine Fähigkeiten, seine Veranlagung und seine Statur ließen darauf schließen. Aber Kämna war erst 20 und allein schon von den grundlegenden Anforderungen an einen Radprofi zeitweise überfordert. Der ehemalige Junioren- und Teamweltmeister im Zeitfahren hat seine Lehren daraus gezogen. „Ich achte generell mehr auf Körper und Geist“, erzählt Kämna.

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