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Wie sehr kommen die Geschehnisse wieder zurück ins Bewusstsein?

Vogel Eigentlich nur, weil die Anfragen nun so enorm sind. Im Alltag habe ich es fast vergessen.

Waren Sie seitdem noch einmal auf der Radrennbahn in Cottbus?

Vogel Nein, es ist auch nicht in Planung. Nicht, weil ich den Ort meiden will. Ich hege keinen Groll auf den Bahnradsport, sonst würde ich nicht Expertin beim ZDF werden. Den ersten Unfallort (Anm.d.Red.: Kristina Vogel hatte 2009 bereits einen schlimmen Unfall) habe ich damals ein halbes Jahr gemieden, aber mittlerweile fahre ich da ganz normal vorbei. Die Bahn in Cottbus ist kein Ort, den ich meiden möchte. Das ist ein Teil meiner Geschichte.

Gab es Kontakt mit dem niederländischen Juniorenfahrer, der den Unfall verursacht hat?

Vogel Nein, bislang nicht. Ich denke, es wird auf alle Fälle im privaten Rahmen passieren. Es ist eine Frage der Zeit. Es wird sicher emotional. Ich hege ihm gegenüber keinen Groll. Es dürfte auch für ihn nicht leicht sein, wenn es heißt, dass er die Beste im Radsport in den Rollstuhl gebracht hat.

Wenn Sie Ihr Jahr Revue passieren lassen, was fällt Ihnen ein?

Vogel Es ist verrückt, was im letzten Jahr alles passiert ist. Mit Verlassen des Krankenhauses hat sich wahnsinnig viel ereignet. Wo ich am Anfang noch Angst hatte: Scheiße, wie kriege ich meinen Kalender voll, steht man auf einmal mitten im Leben.

Sie sind in den Erfurter Stadtrat gewählt worden. Wie ist das Leben als Politikerin?

Vogel Im September geht es richtig los. Ich möchte da keinen Bonus. Für mich ist es eine neue Erfahrung. Es ist krass, wenn man seine Meinung äußert und für etwas einsteht, dass man immer unheimlich angreifbar ist. Das musste ich auch bei meinen Social-Media-Aktivitäten brutal lernen. Ich habe total viele Follower verloren, nur weil ich gesagt habe, dass ich als Parteilose für die CDU kandidiere. Da gab es auch Hasstiraden.

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