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Deutsche Zeitfahr-Meisterschaften in Spremberg

Tony Martin holt nächsten Titel in der Lausitzer „Taiga“

Tony Martin konnte seinen Titel am Freitag in Spremberg verteidigen. Es war sein neunter Sieg in dieser Disziplin. FOTO: dpa / Jan Woitas

Spremberg. Die Deutschen Zeitfahr-Meisterschaften bringen die Radsport-Elite nach zehn Jahren wieder in die Lausitz – und erstmals nach Spremberg.

Kurz bevor die erste Fahrerin am Freitagnachmittag gegen 15.30 Uhr auf die Strecke in Spremberg ging und das Rennen gegen die Uhr aufnahm, tönte das Lied „Bye Bye“ von Cro aus den Musikboxen im Startbereich. Unpassender hätte ein Song in diesem Moment wohl kaum sein können. Denn anhand der Tatsache, dass die Deutschen Meisterschaften im Zeitfahren erstmals seit 2009 wieder in der Lausitz stattgefunden haben, wäre ein „Welcome Back“ sehr viel zutreffender gewesen. Die Titelkämpfe in Cottbus vor zehn Jahren waren der bis dato letzte Besuch dieser Veranstaltung in der Region gewesen.

Dass die Radsport-Elite nun in der selbsternannten „Perle der Lausitz“ Station und Spremberg damit zumindest für einen Tag zur „Pedale der Lausitz“ machte, war auch eher Zufall. Denn der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hatte schlichtweg keinen Organisator für die Meisterschaften finden können. Das Event drohte sogar auszufallen. Denn niemand scheint den Aufwand und die Kosten tragen zu wollen.

Nicht aber Eberhard Pöschke und der RK Endspurt Cottbus. Drei Wochen vor dem Rennen war die 85-jährige Radsport-Legende aus der Lausitz mit dem Dilemma konfrontiert worden – und bot sofort ihre Hilfe an. „Ich wäre mir ziemlich mies vorgekommen, wenn wegen mir keine Meister in den Zeitfahrdisziplinen gekürt worden wären“, hatte Pöschke schon vorab gesagt und scherzte weiter: „Wenn ich dem BDR mit dem RK Endspurt aus der Klemme helfen kann, unterbreche ich gern meine Gartenarbeit.“

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