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Der war allerdings nicht ganz ohne Risiko. Schließlich hatten gerade die russischen Athleten dem Meeting in den Jahren zuvor oft ihren Stempel aufgedrückt. Irina Gordeyeva etwa war im Jahr 2009 als erste Frau in Cottbus über die Zwei-Meter-Marke gesprungen. Doch Hobeck sah keine andere Wahl: „Es geht um unsere Glaubwürdigkeit – beim Publikum sowie bei den sauberen Sportlern“, betonte er.

Für Maria Lasitskene weicht er jetzt von dem Kurs ab. Mit gutem Gewissen, wie er betont. „Die Sportlerin ist in den vergangenen Jahren bei so vielen Wettbewerben gestartet und auch getestet worden, ohne dass es Auffälligkeiten gegeben hat“, sagt der Meetingchef. Lasitskene gehört zu den russischen Athleten, die sich einem vom Weltverband IAAF als vertrauenswürdig eingestuften Kontrollsystem unterworfen haben. Sie starten unter dem Namen ANA – Authorized Neutral Athletes – und dürfen weder Flaggen, Wappen noch Nationalfarben ihres Landes tragen.

So darf sich das Cottbuser Publikum auf eine Ausnahmeathletin freuen, die nicht nur je zweimal WM-Gold in der Halle und im Freien geholt hat, sondern auch eine ganz besondere Serie startete. Von 2016 bis 2018 hatte sie 45 Hochsprung-Wettbewerbe in Folge gewonnen, ehe sie sich schließlich beim Diamond-League-Meeting in Rabat wieder einmal geschlagen geben musste.

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