Düsseldorf/Pyeongchang

Paarlauf ins Glück

Heute steigen Aljona Savchenko und Bruno Massot in den Eiskunstlauf-Wettbewerb ein. Privat sind sie indes kein Paar - anders als bei so manch anderem Duo in Pyeongchang.

Sie tanzen innig und eng umschlungen. Sie schauen sich tief in die Augen. Sie verbringen den Großteil ihrer Zeit gemeinsam. Und doch haben sie keine romantischen Gefühle füreinander. Denn die Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot, die heute Nacht um zwei Uhr für Deutschland an den Start gehen, spielen nur eine Rolle. Privat sind sie kein Paar. Das gilt nicht für alle ihrer Konkurrenten.

Einige Duos sind auch neben der Eisfläche liiert. Für die deutschen Teilnehmer muss das aber kein Nachteil sein, ganz im Gegenteil: Sie gehören zu den Favoriten auf die Goldmedaille. "Wir freuen uns auf den Wettkampf", sagt der gebürtige Franzose Massot. "Wir wollen besser sein als beim Grand-Prix-Finale, uns selbst schlagen." Beim Sieg im Dezember in Japan hatten sie einen Weltrekord von 157,25 Punkten in der Kür aufgestellt.

Ganz getrennt verbringen die beiden ihre Freizeit übrigens auch nicht. Savchenko und Massot leben in Oberstdorf - sie mit Ehemann Liam Cross, er mit seiner Verlobten. "Wir gehen zu viert auch mal essen, sie kommen zu uns, wir gehen zu ihnen. Wir haben eine enge Beziehung", sagt Savchenko über die Freundschaft, die das Quartett verbindet. Dass es bei Eiskunstlauf-Paaren allerdings oft nicht bei einer professionell-sportlichen Beziehung bleibt, zeigen die folgenden Olympia-Duos.

Penny Coomes und Nick Buckland, Großbritannien, Eistanz Die Briten sind seit 2005 gemeinsam auf dem Eis unterwegs. Damals noch nicht zusammen, schlossen sich irgendwann die ersten Dates an das Training an. Seitdem sind sie ein Paar. "Viele sind verwundert, dass wir zusammen arbeiten und leben können", sagt Buckland. "Aber gerade das macht unser Training so leicht."

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